Kooperative Multifunktionshäuser

Menschen betreten ein Gebäude
Foto: BML / Alexander Haiden

Kooperative Multifunktionshäuser sind Gebäude in denen zivilgesellschaftliche und marktwirtschaftliche Dienstleistungen kombiniert werden. Gestaltung, Trägerschaft, Finanzierung und Betrieb durch ein Miteinander von Gemeinde, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Sie sind ein zukunftsweisender Ansatz zur lebendigen Gestaltung von Orts- und Stadtkernen & Angeboten der Daseinsvorsorge. 

Am 22.-24. November 2024 und im Frühjahr 2025 wird es vom BML jeweils eine Exkursion zum Thema "Kooperative Multifunktionhäuser" geben, bei denen Good-Practice-Beispiele besucht werden.

Des Weiteren werden ein Leitfaden zum Konzept sowie eine Broschüre und Videos zu Good-Practice-Beispielen auf der Regionen-Dialog-Plattform bis Ende des Jahres folgen.

Anmeldung zur Exkursion "Kooperative Multifunktionshäuser , Stmk., Sbg."

Bei der 3-tägigen Exkursion von 22. - 24. November 2024 in Oberösterreich, der Steiermark und Salzburg können Sie Good-Practice-Beispiele von tragfähigen und zukunftsstarken Kooperativen Multifunktionshäusern vor Ort kennenlernen. Verschiedene Finanzierungsmodelle wie zum Beispiel Bürger:innen Genossenschaften sowie Möglichkeiten von Trägerschaften werden im Rahmen dieses Bildungswochenendes vorgestellt und diskutiert.

Programm der Exkursion

Organisiert und begleitet wird diese interessante 3-tägige BML Bildungsreise von der SPES Zukunftsakademie in Schlierbach.

Melden Sie sich bis spätestens 11. Oktober 2024 an!
Hier geht’s zum Anmeldeformular

Eine starke regionale Daseinsvorsorge und lebendige Orts- und Stadtkerne sind das Rückgrat unserer Regionen. Darum war auch eines der Themen der RegionIMpuls Tour „Klimaangepasste & lebendige Ortskerne: Multifunktionshäuser für die Gemeinschaft“.

Um die regionale Daseinsvorsorge sicherzustellen und Ortskerne zu beleben, wird die Schaffung von Multifunktionshäusern diskutiert. Das Multifunktionshaus kombiniert in einem Gebäude verschiedene Angebote des täglichen Bedarfs. Zusätzliche Erfolgsfaktoren sind die Nutzung von Flächen im Orts- oder Stadtkern und die Beteiligung der regionalen Bevölkerung.

Bereits vergangenes Jahr gab es in einer Präsenzveranstaltung in der SPES Zukunftsakademie in Schlierbach in und einem Onlinetermin interessante Inputs zum Konzept Multifunktionshäuser, zu zwei Best-Practice-Beispiele, zu Lernerfahrungen zum Thema Bürger:innen als Partner:innen und zu den Ergebnissen der Umfrage zur Ortskernentwicklung. In intensiven Workshops gab es genügend Zeit zum Autausch und zur Diskussion.
Die Unterlagen der beiden Veranstaltungen stehen Ihnen zum Herunterladen zur Verfügung.

Unterlagen zu den beiden Veranstaltungen

Auf unserer Regionen-Dialog-Plattform gibt es weitere spannende Beispiele für Multifunktionshäuser in Österreich zu sehen!

  • Begegnungszentrum St. Stefan-Afiesl
    • Nachdem der einzige Nahversorger in St. Stefan zugesperrt hat und das letzte Wirtshaus geschlossen wurde, hat sich eine Gruppe engagierter Ehrenamtlicher ans Werk gemacht und im Rahmen eines Bürger:innen-Beteiligungsprozesses wurde ein innovatives Konzept für ein Begegnungszentrum entwickelt. Es entstand ein Lebensmittelgeschäft mit mindestens 50 Prozent an regionalen Lebensmitteln und digital verlängerten Öffnungszeiten durch einen Selbstbedienungsladen mit einem Kartenzutrittssystem. Außerdem verfügt das Begegnungszentrum über ein Panoramacafé und einen Veranstaltungssaal mit Bewirtungsmöglichkeit.
  • Vichtensteiner Laden
    • Der Vichtensteiner Laden deckt in den ehemaligen Räumlichkeiten der Post und Gemeinde in Zusammenarbeit mit regionalen Ab-Hof-Lieferantinnen und -Lieferanten den täglichen Bedarf an saisonalen Grundnahrungsmitteln. Zudem werden frische Mehlspeisen im Laden-Café angeboten. Während die Beschäftigten in Begleitung von Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Lebenshilfe verschiedene Tätigkeiten und Abläufe des Einzelhandels erlernen und ihre Fertigkeiten ausbauen, dient der Laden als soziale Begegnungsstätte.
  • Gemeinschaftsräume im Nahversorgungszentrum Neutal
    • Ziel der Gemeinschaftsräume ist ein zentraler Ort mit frei zugänglichen Räumen und idealer (digitaler) Ausstattung, der gemeinsames Lernen, gegenseitige Unterstützung und eine gemeinschaftliche Freizeitgestaltung ermöglicht. Die unentgeltlichen Büros schaffen digitale Arbeitsmöglichkeiten und fördern damit Synergieeffekte. Das Gesamtprojekt attraktiviert mit Durchmischung der Nutzung die Ortsmitte, sichert Angebote der Daseinsvorsorge und schafft Treffpunkte der Gemeinschaft.
  • Central Wohnen Irdning-Donnersbachtal (Fürstenhaus)
    • Das „Fürstenhaus“ im Ortskern von Irdning drohte abgerissen und als Parkplatz umfunktioniert zu werden. Die Projektentwicklungsgemeinschaft kaufte das Gebäude der Gemeinde ab und es wurde unter Bürgerbeteiligung umfassend saniert. So sind 10 Wohneinheiten, vor allem für junge Paare entstanden. Im Erdgeschoß befinden sich eine Trafik und weitere Räumlichkeiten stehen für unterschiedliche Nutzungen, beispielsweise für Gastronomie zur Verfügung.