Bundesminister Totschnig zu Besuch beim Bundesamt für Wasserwirtschaft in Scharfling/Mondsee
 

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Foto: BML / Neumayr

Am 18. August 2022 besuchte Bundesminister Norbert Totschnig die Fischzucht Kreuzstein und das neue Kursgebäude des Instituts für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft in Scharfling, um sich über die aktuellen Arbeitsgebiete des Bundesamts zu informieren.

Das Bundesamt für Wasserwirtschaft (BAW) ist eine Dienststelle des BML mit derzeit 51 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Die Direktion befindet sich in Scharfling am Mondsee, ebenso das Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft, das auch über Außenstellen im nahegelegenen Kreuzstein und Gebharts (Waldviertel, Niederösterreich) verfügt. Weitere Institute des BAW befinden sich im niederösterreichischen Petzenkirchen (Institut für Kulturtechnik und Bodenwasserhaushalt) und Wien (Institut für Wasserbau und hydrometrische Prüfung). Jedes der genannten Institute verfügt über hochspezialisiertes Expertenwissen in ausgewiesenen Teilbereichen der Wasserwirtschaft und ist mit seiner Expertise sektionsübergreifend im BML tätig.

Das Institut für Gewässerökologie und Fischereiwirtschaft in Scharfling am Mondsee ist Kompetenzzentrum für Aquakultur in Österreich und betreibt Aus– und Weiterbildung im Bereich des beruflichen und privaten Fischereiwesens. Die Nachfrage nach Kursen ist in den letzten Jahren stetig gestiegen. Um diesem Trend gerecht zu werden, erfolgte kürzlich eine umfassende Sanierung des Gästehauses und der Zubau eines Lehrsaales mit 60 zusätzlichen Plätzen.

Im Bereich der Aquakultur werden Methoden einer nachhaltigen Fischproduktion und entwickelt und Besatzfische für die österreichische Fischereiwirtschaft produziert. Zukünftiges Forschungsthema ist die Optimierung des Wasserverbrauches in der Aquakultur. Durch Einsatz von Teilkreislaufanlagen könnte die Fischproduktion in Österreich ohne zusätzlichen Wasserbedarf signifikant gesteigert werden. Mit einer geplanten Versuchsanlage soll die Technik an die österreichischen Verhältnisse angepasst und für Forschungs- und Schulungsprojekte zur Verfügung stehen. Gleichzeitig soll die Fischzuchtanlage in Kreuzstein im nächsten Jahr saniert und erweitert werden.

Neben den Themen der Fischerei werden am Institut auch ökologische Fragestellungen an Fließgewässern und Seen behandelt. Bereits seit fünf Jahrzehnten wird der Zustand ausgewählter österreichischer Seen untersucht. Dank dieser Langzeitdaten können die Auswirkungen des Klimawandels auf unsere Seen analysiert und dargestellt werden.