Biolandwirtschaft in Zahlen

Milch
Foto: BML / Martina Siebenhandl

Bio ist nicht nur bei Konsumentinnen und Konsument gefragt, auch immer mehr Biobauern bewirtschaften ihre Betriebe biologisch. Jeder 4. Hektar in Österreich und ein hoher Anteil der Nutztiere genießt diese besonders ökologische und tierfreundliche Wirtschaftsform. Nachstehend hierzu einige Zahlen.

Fläche und Tiere

Mit 2020 gibt es in Österreich 24.480 Bio-Betriebe, das sind um 225 Betriebe mehr als 2019. Dies entspricht einem Anteil von 22,7 %. Nach Bundesländern gab es die größten Zuwächse bei den Betrieben in Wien mit 6 %, in der Steiermark mit 3,3 % und im Burgenland mit 2,6 %. Oberösterreich verzeichnet als einziges Bundesland 2020 einen leichten Rückgang bei den Bio-Betrieben. Den höchsten Anteil an Bio-Betrieben weist Salzburg mit 50 % auf, gefolgt von Wien mit 30 % und Burgenland mit 27 %.
2020 wurde in Österreich mehr als ein Viertel der landwirtschaftlich genutzten Fläche biologisch bewirtschaftet, in Summe sind das rund 680.000 Hektar, um über 10.800 Hektar beziehungsweise 1,6 % mehr als 2019. Vom Flächenzuwachs entfielen 3.100 Hektar auf Ackerland, 6.800 Hektar auf Dauergrünland und die restlichen Flächen auf Weingärten und Obstanlagen.

Obst und Wein

37 % der Obstanlagen werden biologisch geführt. Rund ein Drittel des Dauergrünlandes und ein Fünftel der Ackerfläche werden von Bio-Betrieben bewirtschaftet. Ebenso sind 16 % Weingartenfläche in Österreich auf biologisch umgestellt. Mehr als 55 % der Bio-Ackerfläche wird von Betrieben mit mehr als 50 Hektar Ackerland bewirtschaftet. Biobetriebe sind auch überdurchschnittlich groß und werden eher im Vollerwerb geführt.

Die wichtigsten Ackerkulturen

Hohe Bio-Flächenanteile weisen die Pferdebohnen mit 81 % aus (Anbaufläche gesamt 2020: 5.853 Hektar), gefolgt von der Luzerne mit 71 % (Anbaufläche gesamt 2020: 16.678 Hektar) und die Sojabohne mit 40 % (Anbaufläche gesamt 2020: 68.424 Hektar).

Die wichtigsten Nutztiere

Die Anteile der Bio-Tiere nach den verschiedenen Tierarten weist große Unterschiede auf. Bei den Ziegen und Enten liegt der Bio-Anteil bereits über 50 %. Während beim Durchschnitt aller Rinder der Bio-Anteil bei 22 % liegt, stehen über 40 % der Mutterkühe auf Bio-Betrieben. Bei den Schafen liegt der Bio-Anteil bei 30 %. Über ein Viertel der Masthühner in Österreich wird auf Bio-Betrieben gemästet. Bei den Gänsen sind es über 30 %. Generell sind beim Geflügel die Zunahmen beim Bio-Anteil in den letzten Jahren enorm gestiegen.