Bio-Saatgutdatenbank der AGES

Getreidefeld
Foto: BML / Kern Bernhard

Biobetriebe müssen grundsätzlich Bio-Saatgut verwenden.

Grundsätzlich ist die Reihenfolge bei der Verwendung von Saatgut (und vegetativen Vermehrungsmaterial) folgende:

1. Bio-Z Saatgut

2. Z-Saatgut konv. ungebeizt

3. Nachbau vom eigenen Betrieb

Ob eine Verfügbarkeit des speziellen Bio-Saatguts oder vegetatives Vermehrungsmaterial (zB. Kartoffel) vorliegt, steht in der Bio-Saatgutdatenbank der AGES.

Benötigt ein Biobauer Saatgut oder vegetatives Vermehrungsmaterial, kann er dies von seinem eigenen Biobetrieb nehmen (Nachbausaatgut) oder vom Saatguthändler besorgen. Ausnahmsweise kann er auch konventionelles ungebeiztes Saatgut anbauen, wenn die gewünschte Sorte in biologischer Qualität nicht erhältlich ist (also nicht in der Bio-Saatgutdatenbank der AGES steht) und er eine Genehmigung der Bio-Kontrollstelle hat oder es eine Generalermächtigung der Behörde gibt (zum Beispiel bei Gemüsesaatgut oder Grünlandmischungen).

Laut Verordnung (EG) 834/2007 und Verordnung (EG) 889/2008 ist der Anbau von Saatgut, das nach den Bedingungen des Biolandbaus produziert wurde, grundsätzlich verpflichtend. Hierfür kann auch Saatgut, das während der Umstellungszeit der Bio-Flächen erzeugt wurde, verwendet werden.

Nicht-Verfügbarkeit von Biosaatgut:

Um die Verfügbarkeit von Saatgut bestimmter Arten oder Sorten transparent zu machen, ist in der Verordnung (EG) 889/2008 die Einrichtung einer Biosaatgutdatenbank festgesetzt.

Darüber hinaus sind in dieser Verordnung auch die Verfahrensvorschriften bei Nichtverfügbarkeit der anzubauenden Kulturart oder nicht entsprechender Sorten geregelt (Artikel 45).

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