Maßnahmen zur „naturnahen Umgestaltung des Mündungsbereichs der Ybbs“ feierlich eröffnet

Prominente Politiker und Wasserbauleute vor der Bautafel Revitalisierung Muendungsbereich Ybbs
Foto: BML/ Hemerka

Am 14.01.2023 fand die feierliche Eröffnung der gewässerökologischen Maßnahmen im Mündungsbereich der Ybbs im Beisein von Bundesminister Totschnig und Landeshauptfrau-Stellvertreter Pernkopf statt.

Die ursprüngliche Flusscharakteristik der Ybbs im Mündungsbereich wurde in Folge von Regulierung, Begradigung, Einengung sowie der Errichtung von Sohlrampen stark verändert. Dadurch wurde ein strukturarmes Flussbett geschaffen, dass nur bedingt den Ansprüchen an ein naturnahes Gewässer genügt. Das Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft setzt daher in Zusammenarbeit mit der Bundeswasserbauverwaltung Niederösterreich gewässerökologische Maßnahmen im Mündungsbereich der Ybbs um. In einem ersten Bauabschnitt wurde nun der unterste Teil der Ybbs von der Mündung flussaufwärts auf einer Länge von etwa 1 Kilometer revitalisiert, wobei die Investitionskosten von etwa 2 Millionen Euro vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft getragen werden.

Die Umgestaltung des Mündungsbereiches in die Donau schuf eine naturnahe Mündungssituation, die auch geeignete Bedingungen für die Fischwanderung aufweist. Daran anschließend wurde das Flussbett großteils aktiv umgestaltet, Ufersicherungen rückgebaut und das Flussbett mit strömungslenkenden Maßnahmen wie Buhnen und Raubäumen strukturiert. Dadurch wird ein naturnahes Flussbett mit pendelnder Linienführung und gewässertypischer Strukturvielfalt, wie großflächigen Kiesbänken und einer begleitenden Auenzone geschaffen, das Lebensraum sowohl für die Tier- als auch Pflanzenwelt bietet.

Die im ersten Bauabschnitt umgesetzte Strukturverbesserung des Ybbs-Flussbetts wird in einem zweiten Bauabschnitt flussauf bis zum Flusskilometer 2,00 verlängert. Mit den vorbereitenden Arbeiten wird demnächst begonnen, die bauliche Umsetzung erfolgt ab dem Sommer 2023. Die Investitionskosten des Folgeprojektes von etwa 1,8 Millionen Euro werden ebenfalls vom Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft finanziert.