Auszahlungsstart der 9 Millionen für geschützten Anbau

Rispentomaten im Glashaus
Foto: Landwirtschaftsministerium Abteilung II/7

Am 28. September 2022 startete die Auszahlung der 9 Millionen Euro für die Unterstützung des Obst-, Gemüse- und Gartenbaus im sogenannten „geschützten Anbau“. Dieser Sektor ist nicht zuletzt durch Russlands Krieg in der Ukraine von einem massiven Anstieg der Energie- und Produktionskosten betroffen.

Angesichts der anhaltenden kriegerischen Auseinandersetzung in der Ukraine sorgt diese weitere Maßnahme für Versorgungs– und Ernährungssicherheit. Für den Obst-, Gemüse- und Gartenbau im geschützten Anbau gibt es diese Unterstützung, um die hohen Energie- und Produktionskosten etwas abzufedern. Damit folgen zusätzlich zu den 110 Millionen des Versorgungssicherungs-Pakets weitere Unterstützungsmaßnahmen für die Lebensmittelproduktion.

Die „außergewöhnliche Anpassungsbeihilfe“ ist eine Beihilfe der Europäischen Union und kommt 722 heimischen Betrieben zugute. Antragsberechtigt waren die Kulturarten Obst, Gemüse, Schnittblumen und Zierpflanzen, Jungpflanzenproduktion, Arzneihanfproduktion, CBD Hanf, Pilzproduktion, Microgreens und Algen, jeweils in geschütztem Anbau. Die nationale Umsetzung erfolgte auf Grundlage des Marktordnungsgesetzes.

„Damit unterstützen wir mehr als 720 Betriebe in ganz Österreich und sichern so den regionalen Anbau von Obst und Gemüse in Glashäusern. Wir setzen dadurch einen weiteren Schritt, mit dem wir die betroffenen heimischen Bäuerinnen und Bauern unterstützen, die Eigenversorgung stärken und den Konsumentinnen und Konsumenten noch mehr Sicherheit geben“, erklärt Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig.

Um möglichst unbürokratisch zu helfen, erfolgte die Auszahlung automatisch auf Grundlage der bestehenden Agrarmarketingbeitragspflicht und des dort gemeldeten Ausmaßes der Gewächshäuser. Betriebe, die keinen Agrarmarketingbeitrag entrichten, konnten bis 15. Juli einen Antrag bei der AMA stellen. Die Auszahlung erfolgte per 28. September 2022.