Laura und Eva waren bei der Weltklimakonferenz

Laura und Eva mit Projektleiterin Monika Winzheim
Foto: HAUP

Laura Renner aus der HBLA Klosterneuburg und Eva Saudan aus der HBLA Pitzelstätten haben als Mitglieder der österreichischen Delegation an der 29. Weltklimakonferenz in Baku (Aserbaidschan) teilgenommen. Sie hatten sich über die Initiative des Landwirtschaftsministeriums „Wissensknoten Klimawandel“ beworben und wurden bei der „Klimakonferenz“ der landwirtschaftlichen Schulen ausgewählt.

Die beiden Schülerinnen überzeugten mit persönlichen Motivationsschreiben. „Ich möchte nicht, dass zukünftige Generationen darunter leiden müssen, dass wir den Planeten zerstört haben. Sie sollten keine Angst davor haben, dass plötzliche Waldbrände, Überschwemmungen oder andere Naturkatastrophen alles, was sie sich aufgebaut haben, vernichten könnten“, schreibt Eva Saudan und weiter: „Unsere Kinder und Enkelkinder verdienen eine lebenswerte Zukunft auf einer gesunden Erde.“

Laura Renner wünscht sich mehr Informationen: „Meiner Meinung nach sollte die Jugend ebenso wie die erwachsene Bevölkerung über Entscheidungen, Lösungen und Projekte informiert werden.“ Mithilfe von Social Media sei es viel einfacher, auch die jüngeren Generationen „zu catchen“ und sie zum Mitwirken zu motivieren. Und für Laura ist klar, dass die Meinung der Jungend besonders wichtig ist: „Die Stimmen der Jugend zählen doppelt und dürfen nicht vergessen oder übersehen werden, da sie die Erwachsenen von morgen sind.“

Eva und Laura waren von 11. bis 16. November 2024 in Baku. Im Mittelpunkt der COP29 stand ein neuer Klimafinanzierungsplan. Als Mitglieder der österreichischen Delegation nahmen die Schülerinnen an der Eröffnung sowie diversen Meetings teil und erfuhren Details über Länder-Positionen, Lösungsvorschläge sowie internationale Netzwerke. Bei einem Treffen mit der EU-Delegation wurden die Standpunkte zahlreicher Jugendvertreter präsentiert. Einer der Höhepunkte war eine Live-Schaltung zur HLBLA St. Florian, bei der Expertinnen und Experten die Fragen von Schülerinnen und Schülern beantworteten.

„Klimakonferenz“ der Schulen des Landwirtschaftsministeriums

Die  „Klimakonferenz“ an der Hochschule für Agrar- und Umweltpädagogik wurde Ende September 2024 von 120 Schülerinnen und Schüler der Höheren Bundeslehranstalten für Land- und Forstwirtschaft abgehalten. Im Mittelpunkt der zweitägigen Konferenz standen die Initiativen und Ideen von Schülerinnen und Schülern. Das Motto lautete: „Wissen vernetzen und gemeinsam den Klimawandel bewältigen“.

So wurden von den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Projekte vorgestellt, die an den Schulen bereits umgesetzt oder im Laufen sind. In insgesamt sechs Workshops – von Klima und Landwirtschaft bis zu Klima und Mobilität – wurden Ideen gesammelt und Lösungsansätze debattiert, die in einer gemeinsam Charta zum Thema „Klimawandel im Blick - Schülerinnen und Schüler gestalten Klimazukunft“ zusammengefasst wurden.

Die Initiative „Wissensknoten Klimawandel“ wurde vom ehemaligen Generalsekretär des Landwirtschaftsministeriums Günter Liebel gestartet und wird von ihm auch nach seiner Pensionierung weiterhin inhaltlich begleitet.