Österreichische Bundesforste und Land Oberösterreich verlängern Vereinbarung am Attersee

Bundesländertag Oberösterreich
Foto: BML / Paul Gruber

2001 übernahmen die Bundesforste den Attersee vom Land Oberösterreich zur Betreuung und Bewirtschaftung. Eine Vereinbarung 2006 sicherte vergünstigte Entgelte für Anrainergemeinden zur Nutzung von ÖBf-Seeuferflächen und bekräftigte das gemeinsame Bekenntnis zum Erhalt von Naturufern und des öffentlichen Seezugangs. Diese Vereinbarung wurde nun für weitere 10 Jahre verlängert.

Freizeit am Wasser

Die österreichischen Seen besitzen einen hohen Freizeit- und Erholungswert für Einheimische und Urlaubsgäste und sind für den Tourismus von hoher Bedeutung – vor allem auch in Oberösterreich, wo es eine große Anzahl an beliebten Badeseen gibt. Freie Seezugänge tragen zudem wesentlich zur Hebung der Attraktivität einer Region und damit zu einer höheren Lebensqualität der Einheimischen bei.

Laut Gästebefragung T-MONA („Österreich-Urlauber im Sommer 2020“) sind Bade-Urlaub und Urlaub am See eine der Hauptentscheidungskriterien für einen Sommerurlaub in Österreich.  Die 27 Naturbadeplätze der Österreichischen Bundesforste (ÖBf) umfassen in Oberösterreich eine Grundstücksfläche von rund 110.000 Quadratmetern.

Nachhaltige Seenbewirtschaftung

In Oberösterreich betreuen die Bundesforste neben bekannten Gewässern wie Attersee, Traunsee oder Hallstätter See auch einige Naturkleinode wie den Offensee oder die Langbathseen, die über weitgehend natürliche Seeuferlinien verfügen.

27 und damit mehr als die Hälfte aller ÖBf-Naturbadeplätze liegen in Oberösterreich, 12 davon allein am Attersee. Neben sehr beliebten Flächen wie dem Naturbadeplatz in Litzlberg oder Weyregg (Hutausaufsatz) oder dem noch unbekannterem Badeplatz Dexelbach gibt es beispielsweise die Plätze Weißenbachaufsatz, Zelleraufsatz oder Kolmbauernaufsatz, die nach alten, früher zum Flößen von Holz genutzten Flächen benannt sind.

Attersee Vereinbarung verlängert

2001 haben die Bundesforste den Attersee vom Land Oberösterreich zur Betreuung und Bewirtschaftung übernommen. 2006 schlossen die ÖBf und das Land Oberösterreich eine Vereinbarung ab, die im Wesentlichen vergünstigte Entgelte für Anrainergemeinden zur Nutzung von ÖBf-Seeuferflächen regelt sowie das gemeinsame Bekenntnis zum Erhalt von Naturufern und des öffentlichen Seezugangs bekräftigt. Diese Vereinbarung ist mit Ende 2021 ausgelaufen und wurde Ende April für weitere 10 Jahre verlängert. 

Mit der Verlängerung der Attersee-Vereinbarung werden auch die vergünstigten Tarife für Anrainergemeinden fortgeführt. Sie erhalten für die Nutzung von Seeuferflächen im öffentlichen Interesse wie etwa für Strandbäder oder Promenaden deutlich günstigere Konditionen im Vergleich zum marktüblichen Entgelt. Manche Flächen werden teilweise sogar kostenlos überlassen. Beispiele wären die Seepromenade in Seewalchen, das Strandbad in Seewalchen, Strandbad Steinbach oder das Erlebnisbad Attersee.

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