Verlängerung des Härtefallfonds und Ausfallsbonus III für die Land- und Forstwirtschaft

Rinderhaltung
Foto: BML / Martina Siebenhandl

 Betriebe, die von Corona-bedingten Schließungen betroffen sind, werden mit Maßnahmen aus dem Härtefallfonds unterstützt. Das Geld ist ein einmaliger Zuschuss und muss nicht zurückgezahlt werden.

Um die Land- und Forstwirtschaft (L.u.F) weiter zu unterstützen, wird die Förderung aus dem Härtefallfonds um weitere 5 Monate verlängert.

Auszahlungsphase 4 der Härtefallfonds-Förderung für die Land- und Forstwirtschaft

Begünstigte:

  • Wein- und Mostbuschenschankbetriebe
  • Landwirtschaftliche Betriebe, die Privatzimmer oder Ferienwohnungen vermieten (Urlaub am Bauernhof)
  • Betriebe, die landwirtschaftliche Produkte direkt, an die Gastronomie, Schulen und die Gemeinschaftsverpflegung sowie gärtnerische Produkte direkt und an den Groß- und Einzelhandel vermarkten
  • Betriebe, die agrar- und waldpädagogische Aktivitäten anbieten (z. B. Schule am Bauernhof, Seminarbäuerinnen)
  • Vermieter von Privatzimmern und Ferienwohnungen, die im eigenen Haushalt höchstens 10 Betten vermieten und nicht der Gewerbeordnung unterliegen.

Eckpunkte der Auszahlungsphase 4:

  • Der Antragsteller erleidet im Betrachtungszeitraum einen Umsatzausfall von mindestens 40 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum.
  • Die Förderung beträgt 80 Prozent der ermittelten Einkunftsverluste zuzüglich eines Betrags von 100 EUR.
  • Die Förderhöhe beträgt mind. 600 EUR und max. 2.000 EUR.
  • Andere Einkünfte im Betrachtungszeitraum reduzieren die Förderung.
  • Die Förderung kann für die Betrachtungszeiträume November 2021 bis März 2022 beantragt werden. Für jeden Monat ist ein gesonderter Antrag zu stellen.
  • Der Vergleichszeitraum für die Betrachtungszeiträume November 2021, Dezember 2021 und März 2022 ist der dem Kalendermonat des Betrachtungszeitraums entsprechende Kalendermonat des Kalenderjahres 2019 und für die Betrachtungszeiträume Jänner 2022 und Februar 2022 der entsprechende Kalendermonat des Kalenderjahres 2020.
  • Für die Berechnung der Einkunftsverluste werden in gewohnter Weise die vorliegenden Daten herangezogen.

Antragstellung und Verfahren:

  • Antrag und Abwicklung erfolgt über die Agrarmarkt Austria (AMA). Die Antragstellung kann ab 17. Jänner 2022 über www.eama.at erfolgen.
  • Anträge für die Auszahlungsphase 4 können bis spätestens 2. Mai 2022 eingebracht werden.
  • Die Höhe der Umsatzausfälle können auch durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter bestätigt werden. In diesen Fällen besteht der Anspruch auf Abgeltung der entstandenen Kosten in Form einer einmaligen Pauschalzahlung pro Vermietung in Höhe von EUR 100 (unabhängig von der Anzahl der beantragten Betrachtungszeiträume).
     

Ausfallsbonus III für Urlaub am Bauernhof - Betriebe und Buschenschank

Begünstigte:

  • Bewirtschafter landwirtschaftlicher Betriebe, die Privatzimmer oder Ferienwohnungen vermieten.
  • Bewirtschafter landwirtschaftlicher Betriebe, die einen Wein-, Mostbuschenschank oder Almausschank betreiben.

Eckpunkte des Ausfallsbonus III:

  • Sitz bzw. Betriebsstätte des Antragstellers muss in Österreich sein.
  • Für die angeführten Umsätze aus touristischer Vermietung wurde die vorgeschriebene Tourismusabgabe (Orts- bzw. Nächtigungsabgabe) entrichtet.

 Voraussetzungen:

  • Der Antragsteller erleidet einen Umsatzausfall von mindestens
    40 Prozent bzw. 30 Prozent in den Betrachtungszeiträumen November und Dezember 2021
    gegenüber dem Vergleichszeitraum.
  • Die Höhe des Ausfallsbonus III entspricht 40 Prozent des ermittelten Umsatzausfalles.
  • Die Mindesthöhe des Ausfallsbonus beträgt 100 Euro.
    Der Betrachtungszeitraum für den Ausfallsbonus III ist das Kalendermonat. Der Ausfallsbonus III kann für den Zeitraum November 2021 bis März 2022 beantragt werden. Für jeden Monat ist ein gesonderter Antrag zu stellen.
  • Der Vergleichszeitraum für die Betrachtungszeiträume November 2021, Dezember 2021 und März 2022 ist der dem Kalendermonat des Betrachtungszeitraums entsprechende Kalendermonat des Kalenderjahres 2019 und für die Betrachtungszeiträume Jänner 2022 und Februar 2022 der entsprechende Kalendermonat des Kalenderjahres 2020.
  • Die Förderung ist mit 15.000 Euro pro Betrachtungszeitraum gedeckelt.
  • Für die Berechnung des Umsatzausfalls werden in gewohnter Weise die vorliegenden Daten herangezogen.

Antragstellung und Verfahren:

  • Antrag und Abwicklung erfolgt über die Agrarmarkt Austria (AMA). Die Antragstellung kann ab 17. Jänner 2022 über www.eama.at erfolgen.
  • Die Antragstellung kann grundsätzlich ab dem 10. des auf den Betrachtungszeitraum folgenden Kalendermonats bis zum 09. des auf den Betrachtungszeitraum viertfolgenden Kalendermonats beantragt werden.
  • Eine Beantragung der Betrachtungszeiträume November und Dezember 2021 kann ab 17. Jänner 2022 erfolgen.
  • Die Höhe des Umsatzausfalls und weitere zu erbringende Unterlagen können auch durch einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Bilanzbuchhalter bestätigt werden. In diesen Fällen besteht der Anspruch auf Abgeltung der entstandenen Kosten in Form einer einmaligen Pauschalzahlung pro Vermietung in Höhe von EUR 100 (unabhängig von der Anzahl der beantragten Betrachtungszeiträume).

Alle weiteren Informationen stehen unter www.ama.at und www.bmlrt.gv.at zur Verfügung.